Bauanleitung für eine alpenländische Krippe - Fassen (Bemalen) und Waschen (Patinieren)

In den letzten Bauabschnitten erzielen meist kleine Arbeiten die größte Wirkung: So habe ich für das Waschen, Malen und Streuen der Krippe insgesamt nur ca. zwei Stunden benötigt – und die Krippe sieht völlig anders aus. Eine Anmerkung zu den Bildern: deren Qualität ist nicht so gut, die Krippenfarben sind keineswegs grell oder die Felsen weiß, wie es vielleicht auf den Bildern scheint.

Zum Fassen der Krippe verwende ich Pulverfarben, die ich auf einem Holzbrettchen mische. Versierte Krippenbauer werden wissen, etwas auf alt zu malen, ist ungleich schwerer als bunt und grell: so muss man beispielsweise die Ziegel und Mauern mehrmals nachmalen. Zwischendurch schalte ich die Neonbeleuchtung des Öfteren ab und auch das Austrocknen sollte man vor dem nächsten Malschritt abwarten,die Farben ändern sich meist.

Das Gelände selbst ist eine schnelle Angelegenheit, da später nichts mehr sichtbar sein wird: die Bemalung unter dem Streugut dient nur der Sicherheit, löst sich mal Streugut oder ist zu wenig gestreut, sieht man kein Grau, sondern Farbe.

Die gefasste Krippe

Die Felsen werden nur mehr leicht nachgearbeitet, eher abgetupft mit Braun und Moosgrün, damit sie etwas Schattierung erhalten. Die Stallmauern werden noch nachkorrigiert, Feuchteflecken, Schmutz usw. hinzugemalt und die Ziegel gefärbt, die unter dem abgefallenen Putz hervorschauen. Der Bach wird zuerst blau gemalt, dann die Gischt hineingemalt, ganz zum Schluss wird er schmaler wirken, da das Streugut etwas hineinreicht und Gebüsch ihn verdeckt.