Bauanleitung für eine alpenländische Krippe - Schwärzen, Waschen und Grundieren

Dieser Arbeitsgang ist eine spannende Sache, da sich die Krippe nun total verändert. Wird die Grundierung gut ausgeführt – das ist bei etwas Übung möglich –, müssen die Mauern und die Wände des Stalls kaum noch nachgebessert werden: etwas Bräunen, dunklere Schattierungen, und schon ist der Stall fertig.

Schwärzen der Krippe in mehreren Phasen

Auf dem Bild habe ich alle drei Phasen abgebildet, so wie ich es auch real mache: ein Teil wird geschwärzt, und zwar richtig schwarz, dann nach etwas Trockenzeit gewaschen, während der nächste teil geschwärzt ist und antrocknet. Würde man alle Schritte hintereinander durchführen,also alles schwärzen und dann alles waschen, bekäme man mit Sicherheit Probleme. Genau das Gefühl, wie lange man die Farbe antrocknen lässt, um sie dann abzuwaschen, ist ausschlaggebend, wie dunkel oder hellgrau die Wände werden. Verpasst man das Waschen, muss man nicht nur sehr viel abwaschen, man kann auch durch die starke Waschbeanspruchung den Untergrund beschädigen: also lieber hintereinander und sich Zeit nehmen.

Das Schwärzen und Waschen bewirkt, dass die Tiefen und Strukturen zum Vorschein kommen, die Krippe wird damit plastisch. Für die heimatliche Krippe verwende ich einfach schwarze Pulverfarbe, die gleiche Farbe, die ich zum Fassen (Bemalen) der Krippe verwende. Am besten verwendet man die Stallrückseite, und führt dort Streich- und Waschversuche durch.

Die Krippe wird also nun geschwärzt und man wartet etwas oder – wie oben geschildert – man schwärzt gleich die nächsten Teile, und dann wäscht man mit einem kleinen Schwamm alles wieder ab, den Schwamm natürlich mehrmals auswaschen und das Wasser wechseln, sonst erhält man Schlieren. Dann wäscht man vorsichtig die Mauern und Felsen, je nach Vorliebe etwas grauer oder dunkler, und plötzlich sind die Felsen Felsen und die Mauersteine Mauersteine.

Fertig geschwärzte Krippe